André Butzer

André Butzer

12.01.2019 - 12.03.2019

Von den Hügeln um Mainburg sieht man bei guter Sicht zu den Alpen, jenseits, südlich der bayerischen Hauptstadt gelegen und aufragend, solch einen tollen Blick hab ich schon von dort aus geniessen dürfen, seinerzeits als Gast mit dem Sperling-Klaus auf einer kurzen Fahrt mit dem Auto, ich stell mir vor, es war mit seinem Jeep oder Panzer- bzw. tarnfarbenen Kastenwagen, war aber nicht so, es muss irgendwie anders gewesen sein, er war wieder auf der Jagd und Guido und ich sind lieber in der Wirtschaft geblieben, im Ortskern.

Die Filsers sind mir damals wahrscheinlich auch schon begegnet, und jetzt machen wir diese ach so Jänner-hafte Show im heute sehr eingefrorenen Voralpenland mit meiner noch fast frischen Ware aus den zeitlich versetzten USA. Im ständigen Anblick der sogenannten San Gabriel Berge, mein höchstpersönlicher Nördliche-Kalkalpen-Ersatz und täglicher Griechenland-Flash-Back, bzw. sehr warmer Ausblick auf das Griechische insgesamt, hab ich die Blätter und das Bild gemalert, das meiste in einem künstlerischen Rutsch. Farbhalluzinationen erschienen mir als stummes Echolot und als gewichtslose Farb-Einwaage, ein leiser, fast unbewegter, und damit unmerklich dynamischer Tanz der Klänge und Nachklänge hat sich mir dabei aufzeigen wollen, und ich hab "ja" gesagt, und es blieb mir nichts anderes möglich, denn es war wieder heiß dort draussen an der warmen Weltkante ganz ohne Europa-Anschluß, wir haben´s seither immer noch heiß, ist mir aber mehr als recht so. Mit dem Frieren hab ich´s nämlich nicht so. Wer friert schon gern? Also bezeugt und bewahrt die selbst ermalte Frau "on Canvas" diese Temperaturen und Farbspiegelungen wie in einem künstlichen, oasenartigen Frage- und Antwortspiel. Ich brauch nicht erwähnen, dass das Ganze wieder mit der Unendlichkeit (und mit N) zu tun hat, das wisst Ihr ja schon aus dem Fernsehen oder vom letzten Mal.

Hoffentlich kommen viele und die Filsers kriegen ihren Rest Weihnachtsgebäck los oder Pastrami-Reste. Die Donau/der Ister ist dieses Jahr wieder zugefroren, zum ersten Mal seit dem letzten Krieg. Alle Badestellen sind zu oder abgesperrt und polizeilich abgesichert. Die Liegestühle haben die Gemeinderatsmitglieder in das Spritzenhaus gebracht.

Mit den besten Grüßen,
André Butzer